Musikalische Begriffe

Begriff Erklärung
   
Kontrapunkt Kontrapunkt (von lat. punctus contra punctum = „Note gegen Note“) ist ein musiktheoretischer Begriff mit mehrfacher Bedeutung.

In seiner einfachsten Bedeutung steht er zunächst für „Gegenstimme“ und bezeichnet eine Tonfolge, die gleichzeitig mit einer gegebenen Melodie erklingt. So nennt man beispielsweise die Stimme, die in einer Fuge gleichzeitig mit dem Thema bzw. Soggetto erklingt, dessen Kontrapunkt.

Lineare und vertikale Richtungen in der Musik

Davon ausgehend bezeichnet der Begriff Kontrapunkt auch die Kunst bzw. Technik, Gegenstimmen zu gegebenen Tonfolgen zu erfinden, die sowohl einen vertikal (harmonisch) sinnvollen Zusammenklang ergeben als auch eine horizontal-lineare (melodisch) sinnvolle Eigenständigkeit aufweisen.

Der Kontrapunkt als Kompositionstechnik unterlag in der Musikgeschichte sich wandelnden Regeln, die von der wechselnden Bewertung von Konsonanzen und Dissonanzen abhingen. Eine wichtige Rolle spielt der Kontrapunkt in polyphoner Musik, in der die beteiligten Stimmen nach Gleichwertigkeit und Unabhängigkeit streben (im Gegensatz zur Homophonie, die von einer Hierarchie zwischen übergeordneter Melodie und untergeordneter Begleitung geprägt ist).

Da die Beherrschung kontrapunktischer Gesetze für die Komposition polyphoner Musik von großer Bedeutung ist, wird der Begriff Kontrapunkt in seiner umfassendsten Bedeutung auch häufig mit Polyphonie gleichgesetzt.

Takt Der Takt (v. lat. tactus „Berührung, Stoß“) bezeichnet in der Musik eine Gruppierung von bestimmten Notenwerten mit gleicher Zählzeit, die meistens mit dem Grundschlag identisch sind.

Der Takt dient als gedachtes, grundlegendes Rahmenwerk für die tatsächliche Musik. Durch deren wechselnde Notenwerte, die mit den Zählzeiten des Taktes zusammenfallen oder aber von ihnen abweichen, entstehen dann die Rhythmen eines Musikstücks. In den Takt als Struktur ist die Zählzeit als zeitliche Maßeinheit eingebettet.

Zusammenhang von Grundschlag, Takt, Metrum und Rhythmus

 

Legato Die musikalische Vortragsanweisung legato (ital. „gebunden") gibt an, dass die Töne einer Melodienfolge ohne akustische Unterbrechung erklingen sollen. Die Kennzeichnung geschieht durch einen Bindebogen über den Noten oder – bei längeren Passagen – durch die ausgeschriebene Anweisung legato.

 
Allegro Allegro (ital. „munter, heiter, fröhlich") ist eine musikalische Vortragsbezeichnung, die seit dem frühen 17. Jahrhundert für eine lebhafte Bewegung verwendet wurde. Sie war jedoch zunächst eher eine Charakterbezeichnung als eine bestimmte Tempoangabe. Erst im 18. Jahrhundert erfolgte der Wandel zu einer reinen Tempovorschrift mit der Bedeutung schnell (jedoch weniger schnell als das Presto). Als solche wurde sie in der Folge auch in Zusammensetzungen gebraucht, die verglichen mit dem ursprünglichen Wortsinn pleonastisch (Allegro giocoso, „heiter lustig") oder widersinnig (Allegro irato, „heiter zornig") erscheinen.
Grundton Als Grundton bezeichnet man in der Musik:

· den ersten Ton einer Tonleiter, der der zugehörigen Tonart den Namen gibt;

· den tiefsten Ton eines Akkords in Grundstellung – bei einem in beliebiger Umkehrung auftretenden Akkord ist nicht zwangsläufig der tiefste Ton auch der Grundton;es gibt auch Akkorde, bei denen der Grundton im Sinne der Partialtonreihe fehlt: So nennt man z. B. den Akkord d'-f'-h' in C-Dur einen „verkürzten Dominantseptim-Akkord", dessen Grundton g zwar als Basis im Sinne der Partialtonreihe fungiert, aber real nicht erklingt; ähnlich verhält es sich bei verminderten Septimakkorden, die als abstrakter Klang physikalisch-akustisch auf vier verschiedene Grundtöne bezogen werden können.

· bei einem einzelnen Ton die (tiefste) Grundfrequenz (Grundschwingung), die der eigentlichen Tonhöhe entspricht, während die mitschwingenden Obertöne die Klangfarbe des Tones bestimmen; sind die Obertöne eher gering ausgeprägt, spricht man von einem „grundtönigen" Klang;

· bei Blasinstrumenten den tiefsten Ton bei kompletter, unmodifizierter Luftsäule (alle Grifflöcher geschlossen bzw. keine Ventile oder Zusatzklappen betätigt).

 
Refrain Ein Refrain (franz.) ist ein Kehrvers oder Kehrreim, wie er häufig in Gedichten und Liedern auftritt: Die Wiederkehr von textlich/musikalisch (wenigstens überwiegend) identischen Zeilen am Schluss einer Strophe oder zwischen den Strophen ist auffälliges Gliederungsmerkmal.
Requiem Das Requiem (Mehrzahl die Requiems, regional auch die Requien]) ist die Heilige Messe für Verstorbene (auch Missa pro defunctis). Der Begriff bezeichnet sowohl die Liturgie der Heiligen Messe bei der Begräbnisfeier der katholischen Kirche als auch kirchenmusikalische Kompositionen für das Totengedenken. Er leitet sich vom ersten Wort des Introitus Requiem aeternam dona eis, Domine („Ewige Ruhe schenke ihnen, o Herr") ab.
Rhythmus In der Musik bezeichnet der Begriff Rhythmus (griechisch υθμός) allgemein die Zeitstruktur der Musik und speziell eine Folge von Dauern und Pausen.

Der Rhythmus der tonalen Musik beruht auf dem Takt, der selbst eine harmonische Grundlage hat. Der Takt ist also ein abgeleitetes Kennzeichen der tonalen Musik. Er ist im Zuge der Harmonisierung der Musik entstanden, wozu vor allem die mit dem Generalbass verbundene Musizierpraxis beigetragen hat. Mit der Durchsetzung des Taktes entstand aus der Mensuralnotation die moderne Notenschrift, für die das Notieren von Takten (mittels Taktstrich) kennzeichnend ist. Die Ästhetik der Taktrhythmik liegt erstens im Takt selbst, und zweitens in seiner gleichmäßigen hierarchischen Aufteilung.

Thema mit Variationen Variation wird ein Teil einer Komposition genannt, das ein Thema nacheinander durch vielfältige melodische, harmonische und rhythmische Abwandlungen führt.
Grundsätzlich lassen sich zwei Typen von Variationen unterscheiden:
Der ältere Typus, bei dem die Oberstimmen über einem sich ständig wiederholenden Ostinato variieren, entwickelte sich ab der späten Renaissance und drückte sich in den Formen von Chaconne (oder Ciacona) und Passacaglia aus.
Der klassische Typus, bei dem zunächst das Thema vorgestellt wird und alle Variationen dann kurze einzelne Sätze darstellen, etablierte sich im Barock und wurde seither von den meisten Komponisten gerne aufgegriffen

 
Blues Blues ist eine vokale und instrumentale Musikform, die sich in der afroamerikanischen Gesellschaft in den USA Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Der Blues bildet die Wurzel eines Großteils der populären nordamerikanischen Musik. Jazz, Rock und Soul sind eng mit dem Blues verwandt. Selbst in aktuellen Stilrichtungen wie Hip-Hop ist ein Nachhall des Blues zu spüren. Eine häufig auftretende Bluesform hat 12 Takte, die Melodie wird mit 3 Akkorden (Harmonische Grundfunktion) begleitet. Das Wort Blues leitet sich von der bildhaften englischen Beschreibung I’ve got the blues (wörtlich: ich habe die „Blauen") bzw. I feel blue (ich bin traurig) ab.

Sein Name verrät bereits das Wesentliche des Blues: blue ist im Amerikanischen nicht nur die Bezeichnung der Farbe Blau, sondern bedeutet auch „traurig", "melancholisch", „schwermütig". Das hat sich auch in die deutsche Sprache eingeschlichen. Wenn Menschen traurig sind, sagen sie manchmal: „Ich hab’ den Blues."

Den Blues charakterisiert ein schleppender, eingängiger Rhythmus, der im traditionellen Blues-Stil von einer Art Frage-Antwort-Folge der Sänger oder des Sängers begleitet wird. Die Instrumentierung fällt eher karg aus und basierte früher lediglich auf Gitarre, Banjo und Mundharmonika. Seinen Ursprung hat der Blues in den Liedern der afroamerikanischen Sklaven, die während der harten Arbeit auf den Plantagen singend ihrem Schicksal Ausdruck verliehen. Blues-Anklänge finden sich im heutigen Mainstream vor allem in den Rythm’n’Blues-Songs wieder. Einer der prominentesten Blues-Sänger der Neuzeit war der im Jahre 2001 verstorbene John Lee Hooker. Zahlreiche bekannte Musiker, z.B. Zucchero oder Keith Richards, spielten mit John Lee Hooker Duette oder gemeinsame Musik-Projekte ein.

Canon / Kanon Unter Kanon (Plural: Kanons, Kanones; griech.: Maßstab, Regel) versteht man in der mehrstimmigen Musik kontrapunktische Kompositionen, in denen sich eine oder mehrere gleichzeitig erklingende Stimmen streng imitieren. In den meisten Fällen leiten sich aus einer notierten Stimme eine oder mehrere simultan erklingende Stimmen ab, welche nacheinander einsetzen. Diese Art des Kanons ist eng mit der sich durch freiere Imitation auszeichnenden Fuge verwandt und kann auch als Sonderfall der Fuge angesehen werden. Die Konstruktion seiner Melodie bedarf der besonderen Sorgfalt des Komponisten.
Improvisation Als Improvisation wird die Form musikalischer Darbietung verstanden, in der das ausgeführte Tonmaterial in der Ausführung selbst entsteht und nicht vorher schriftlich fixiert worden ist. Die Anforderungen, die die Improvisation an einen Ausführenden stellt, sind:

die (technische) Beherrschung des jeweiligen Instrumentes oder der Stimme,
die Beherrschung der dem jeweiligen Stil entsprechenden musikalischen Parameter und ihrer Gesetzmäßigkeiten,
das Potential, damit kreativ umzugehen.

 
Dur / Moll Dur (v. lat. durus „hart") bezeichnet in der Musik ein Tongeschlecht. Dieses kann sich auf eine Tonart, eine Tonleiter oder einen Akkord beziehen. Dur ist neben Moll das Tongeschlecht, das sich im 17. Jahrhundert gegenüber den Kirchentonarten durchgesetzt hat, man spricht auch vom dur-moll-tonalen Tonsystem.

Kennzeichnend für den Dur-Charakter ist das Intervall einer großen Terz zwischen Grundton und Terz des betrachteten Tonmaterials. Eine große Terz, die vom Grundton aufwärts verläuft, wird auch Durterz genannt.

Der Höreindruck von Dur wird oft als „fröhlich, hell, klar" (vgl. lat. durus = „hart") beschrieben, wogegen Moll oft als „traurig, dunkel, weich" bezeichnet wird. Jedoch sind solche Bezeichnungen unzureichende Annäherungen an den Charakter des Tongeschlechts. Durch den Kontext (Nachbarharmonien, Rhythmik und Phrasierung usw.), in dem ein Musikausschnitt oder Akkord steht, kann der Gesamteindruck anders ausfallen.

Tutti tutti (ital.‚alle‘) ist ein Begriff aus der Musik. Die Spielanweisung tutti in einer Partitur besagt, dass nach einem Solo oder einer divisi-Stelle wieder alle Spieler einer Stimme musizieren sollen. Als Tutti bezeichnet man auch allgemein voll orchestrierte Passagen eines Musikstücks.
Bei Orgeln bezeichnet Tutti die Registrierung, die die größtmögliche Auswahl von gemeinsam spielbaren Registern enthält. Meist spielen dabei alle Register.  
Swing

Swing bezeichnet eine Stilrichtung des Jazz, die ihre Wurzeln in der Zeit der 1920er bis 1930er Jahre in den USA hat. Dort bildete sich aus vorangegangenen Stilrichtungen, wie dem Dixiland- und dem Chicago-Jazz eine neue Musikrichtung heraus, die letztendlich ihre große Popularität aus ihrer Tanzbarkeit und ihrem vollen Klang ableitete. In der Swingära näherten sich Entertainment und Kunst einander am meisten; der Jazz machte Kompromisse, um populär zu werden, und bewahrte sich doch seine Eigenheiten.[1]

Die Verbreitung des Swing ist untrennbar mit der Entstehung der Bigband verbunden, oftmals auch als Jazzorchester bezeichnet, was auf die Größe der Besetzung schließen lässt. Waren bis dahin Musikerformation in der Größe von Trios bis Oktetts die Regel, so stellte die Bigband nun ein absolutes Novum dar. Aus ihrer Größe folgten Änderungen in der Art des Musizierens, aber auch eine breite Palette an neuen musikalischen Möglichkeiten.

 

Auflösungszeichen

Das Auflösungszeichen ist ein in der Notenschrift angewandtes Schriftzeichen. Es macht Veränderungen der Tonhöhe (Erhöhung oder Erniedrigung), die durch Vor- oder Versetzungszeichen (auch Akzidentien) gefordert werden im Takt wieder rückgängig. Das Zeichen wird entweder auf eine Zeile oder einen Zwischenraum des Notensystems geschrieben und bezieht sich auf den auf dieser Tonhöhe stehenden Ton. Steht der bezeichnete Ton auf einer Hilfslinie, so wird das Auflösungszeichen vor die Hilfslinie gesetzt.

So wird beispielsweise ein cis′, welches durch ein Kreuz vor der Note mit der Tonhöhe c′ erreicht wurde, durch ein Auflösungszeichen vor der nächsten Note auf der gleichen Position wieder in ein c′ zurückversetzt

 
Oratorium Oratorium (kirchenlat. oratorium = Bethaus, von lat. orare = „beten") nennt man in der musikalischen Formenlehre die dramatische, mehrteilige Vertonung einer zumeist geistlichen Handlung, verteilt auf mehrere Personen, Chor und Orchester, eine erzählend-dramatische (also mit Handlungselementen durchsetzte) Komposition.

Der Begriff Oratorium stammt vom italienischen „oratorio" ab, das ursprünglich einen Gebetssaal bezeichnete. Dies deutet auf die Anfänge der Gattung hin, die sich aus nicht-liturgischen musikalischen Andachten entwickelte und ihren Namen von ihrem Entstehungs- und Aufführungsort übernahm.

Im Unterschied zum Italienischen und zum Deutschen wird in anderen Sprachen zwischen dem Gebetssaal und der musikalischen Gattung begrifflich unterschieden: der Gebetssaal heißt beispielsweise auf Englisch „oratory", auf Französisch „oratoire", die musikalische Gattung hingegen in beiden Sprachen „oratorio".

 
Partitur

Eine Partitur (ital. Partitura „Einteilung“) ist eine untereinander angeordnete Zusammenstellung aller Einzelstimmen einer Komposition oder eines Arrangements so dass der Dirigent das musikalische Geschehen auf einen Blick überschauen kann. Sie ist meistens auf Papier geschrieben oder gedruckt. Partituren werden auch verwendet, um Musik reproduzierbar.

 

Symphonie

Die Sinfonie oder Symphonie (auch ital. Sinfonia, von griechisch  „zusammen" und griechisch „Klang“) ist eine seit Beginn des 17. Jahrhunderts gebräuchliche Bezeichnung für Instrumentalwerke von über die Jahrhunderte wechselnder Form und Besetzung. Nach klassischem Verständnis handelt es sich dabei um ein aus mehreren (in der Regel vier) Sätzen bestehendes Stück für Orchester ohne Solisten. Seit der 9.Sinfonie von Ludwig van Beethoven ist auch der Einsatz von Gesangsstimmen (Solisten und/oder Chor) gebräuchlich, ohne jedoch die dominierende Funktion des Orchesters aufzugeben.

 

Pastorale Der Begriff Pastorale (v. lat. pastor = „Hirte“) bezeichnet in der Musik

eine zumeist dreistimmige Kirchenmusikform des Mittelalterseine Operngattung besonders des 17. und 18. Jahrhunderts, die sich aus dem  Schäferspiel des Sprechtheaters entwickelte. In der Handlung finden sich ländliche, beschauliche Motive, z. B. das Musizieren von Hirten auf der Schalmei oder idyllische Liebesgeschichten.

Die instrumentale Pastorale ist in der Zeit des Barock eine recht häufige Gattung – als selbständige Komposition, häufiger aber als Einzelsatz, etwa innerhalb eines Konzerts.

Die instrumentalen Einleitung zum 2. Teil des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach ·  Die Pifa (12. Satz) im Oratorium Messias von  Georg-Friedrich Händel.

 

Scherzo  (gesprochen ´skerzo), Mehrzahl (Scherzi) ist die Bezeichnung für eine musikalische Satzform und einer der vielen italianismen der deutschen Musiksprache.
Vivace

Vivace, vivo

lebhaft, lebendig (≈ 169 bpm)

 

Vorzeichen

Die Vorzeichen sind eine Angabe in der Notenschrift, die bei tonaler Musik die Tonart erkennen lassen. Sie stehen unmittelbar hinter dem Notenschlüssel vor der Taktangabe und gelten entweder für ein ganzes Musikstück oder innerhalb desselben von einem bestimmten Takt an. Die Gesamtheit der Vorzeichen eines Musikstücks wird auch als dessen Vorzeichnung bezeichnet.

Versetzungszeichen (Synonyme: Akzidenzien, Akzidentien, Akzidentalen, Singular Akzidens) sind Zeichen im Notentext, die die Veränderung Alteration) eines Stammtones anzeigen.

Derartige Versetzungszeichen können Stammtöne um einen oder zwei Halbtöne nach oben oder unten versetzen. Darüber hinaus gibt es spezielle Versetzungszeichen für den Versatz um Viertel-, Sechstel-, Achtel- und Zwölfteltöne, die in der neuen Musik sowie Transkriptionen ethnischer Musik Verwendung finden.

Trugschluss

Trugschluss Ein Trugschluss ist in der Harmonilehre eine Kadenz, in der die Dominante nicht in die Tonika sondern in einen Tonikavertreter mündet.

LG I , 130

Tremolo (italienisch) Zittern; rasche wiederholte Aufeinanderfolge von einem oder zwei Tönen

Mit Tremolo bezeichnet man einen elektronisch oder mechanisch erzeugten Klangeffekt, bei dem fortlaufend in kurzen Zeitabständen die Amplitude und somit die Lautstärke des musikalischen Signals moduliert wird.  Der Ausdruck Tremolo kommt aus dem Italienischen und kann mit Zittern übersetzt werden

Synkope Synkope (von griech.: syn zusammen; koptein schlagen; spätlateinisch „syncope") bezeichnet

Synkope (Musik), die rhythmische Verschiebung durch Bindung eines unbetonten Wertes an einen folgenden betonten

Wirkung

Die Synkope bezieht ihre Wirkung aus Hörgewohnheiten. Zu jedem Metrum gehören Betonungen, die wir als natürlich empfinden (sog. schwere Zählzeiten, engl. Downbeats). Die Synkope erzeugt Spannung, indem entgegen der Gewohnheit betont wird, d. h. eine üblicherweise unbetonte Zählzeit wird betont, dafür entfällt die Betonung einer üblicherweise betonten Zählzeit (Akzentverschiebung). Die Synkope wirkt als Verfremdung des gegebenen Metrums, bis hin zur Vortäuschung eines gar nicht vorhandenen Metrums. Nebenbei wird diejenige Zählzeit hervorgehoben, die nach der Akzentverschiebung als nächste wieder wie üblich betont wird.

Fuge

Die Fuge (von lateinisch fuga = „Flucht“) ist ein musikalisches Kompositionsprinzip, das durch eine besondere Anordnung von Imitationen gekennzeichnet ist. Eine Fuge kann ein einzelnes, nach diesem Prinzip komponiertes Stück sein, Fugen und fugenartige Strukturen werden aber auch innerhalb Werken anderer Formen verwendet, z. B. in Kantaten, Konzerten, Messen oder Ouvertüren

Grave

Das Grave stammt aus der italienischen Sprache und bedeutet soviel wie ernst, schwer, breit, feierlich. Grave ist im 17. Jahrhundert  entstanden. Unter dem Begriff Grave versteht man eine Satz- und Tempobezeichnung für Stücke, welche einen ernsthaften oder festlichen Charakter mit langsamem Zeitmaß haben. Im 16. und 17. Jahrhundert erschien Grave meistens in langsamen Einleitungssätzen der Orchesterwerke. Grave wurde auch im 19. Jahrhundert von Beethoven in seinen Werken verarbeitet, so z.B. im letzten Satz von Streichquartett op. 135.  

Taktwechsel

Der Rhythmus der Musik wird verändert - aus einem 3/4 Takt wird z.B. ein 2/4 Takt, später kann es im Takt wieder zurück gehen.

Ritardando Ritardando (ital. ritardando = bremsen, verzögern) ist eine Vortragsbezeichnung in der Musik- und Notenlehre und Beschreibt das meist allmähliche Zurücknehmen des Tempos. In der modernen Popmusik setzt man das Ritardando eigentlich nur noch am Ende von Musik-Stücken ein, wogegen die klassische Musik durch die teilweise sehr feinen und subtilen Ritardandi (Mehrzahl von Ritardando) und Accellerando (Gegenteil von Ritardando) ihren Reiz erhält.
Crescendo

Veränderungen der Tonstärke

Crescendo- und Diminuendo-GabelDas Wort crescendo (cresc., „wachsend“) schreibt ein allmähliches Erstarken der Lautstärke vor. Das Gegenteil davon ist das diminuendo (dim., „verringernd“) oder auch decrescendo (decresc.), das ein Leiserwerden verlangt. Oft steht danach eine Dynamikbezeichnung, die das Ende der Veränderung und die zu erreichende Dynamik anzeigen. Anstelle der Bezeichnungen cresc. oder dim. findet man oft sogenannte Gabeln, die sich von der leisesten zur lautesten Stelle öffnen, oder umgekehrt, von der lautesten zur leisesten schließen. Für das Leiserwerden bis zur Lautlosigkeit (al niente, „bis zum Nichts“) steht gelegentlich eine schließende Gabel, die an ihrer Spitze einen kleinen Kreis trägt.

 

Notenwert

Der Notenwert einer Note gibt in der Musik Aufschluss über ihre relative Tondauer. Die Ableitung der absoluten Tondauer einer Note kann nur in Verbindung mit einer Tempoangabe erfolgen, da die Notenwerte selbst nur das Verhältnis der Notenlängen zueinander anzeigen. Die verschiedenen Werte werden in der Notenschrift durch unterschiedliche Notenzeichen angezeigt.

Modulation

In der Musiktheorie bezeichnet das Wort Modulation den vorbereiteten Übergang von einer Tonart zu einer anderen. Modulationen erkennt man notationstechnisch am Auftreten der für eine bestimmte Tonart typischen Versetzungszeichen (Akzidenzien) im Verlauf des Musikstücks. Wird die Zieltonart erreicht, so spricht man von einer echten Modulation, andernfalls von einer vagierenden. Eine Reihe von unmittelbar hintereinander stattfindenden Modulationen – mit oder ohne Festigung temporärer tonaler Zentren – nennt man eine Modulationskette. Geschieht der Tonartwechsel ohne vorbereitende oder überleitende Schritte, so nennt man dies nicht Modulation, sondern Rückung. Eine Modulation, die ohne abschließende Kadenz auftritt und nicht aus der ursprünglichen Tonart herausführt, wird als Ausweichung bezeichnet.

Capriccio

Das Capriccio ist ein Musikstück  von freiem, spielerischem und scherzhaftem Charakter, das sich wenig bis gar nicht an tradierten musikalischen Formen orientiert. con spirito geistvoll maestoso Tempo-/ Vortragsbezeichnung:  majestätisch intermezzo

con spirito geistvoll
maestoso Tempo-/ Vortragsbezeichnung:  majestätisch
Intermezzo

Intermezzo  (Zwischenspiel) ist: ein Einschub oder eine Überleitung in einem künstlerischen Medium

Attacca

Unter attacca (wörtlich: „verbinde!“) versteht man eine Spielanweisung in der Musik, die am Ende eines Satzes bzw. Stückes auftreten kann. Sie besagt, dass das nachfolgende Stück bzw. der folgende Satz ohne Pause sofort angespielt werden soll. Eine Steigerung oder Bekräftigung stellt attacca subito dar („sofort anschließend )